Biografie

Aus einer Wiener Musikerfamilie stammend, war der Weg von Peter Wolf bereits in frühester Kindheit vorgezeichnet.

 

Als Cellist gewann er mit 15 Jahren den 2. Preis beim Internationalen Rundfunkwettbewerb „Concertino Praga“ sowie den 1. Preis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Leoben. Auch als Kammermusikpartner seiner Brüder im Wolf-Trio wurde er wiederholt mit Preisen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. Nach dem Abschluss seines Violoncellostudiums bei Heidi Litschauer am Mozarteum Salzburg absolvierte er die Dirigierausbildung bei GMD Otmar Suitner an der Wiener Musikhochschule.

 

Seine frühesten Orchestererfahrungen sammelte er als erster Solocellist im Österreichischen Bundesjugendorchester. Von 1979 bis 1982 war Peter Wolf Solocellist des Wiener Kammerorchesters, aus dem er 1982 in das ORF Radio-Symphonieorchester Wien wechselte.

 

In seiner Laufbahn wirkte er unter Dirigentenpersönlichkeiten wie Leonard Bernstein, Karl Böhm, Christoph von Dohnányi, Philippe Jordan, Herbert von Karajan, Dmitri Kitajenko, Franz Welser Möst, Vaclav Neumann, Seiji Ozawa, Kiril Petrenko, Leif Segerstam und vielen weiteren.

 

Sein Debüt als Dirigent gab Peter Wolf mit dem Wiener Kammerorchester im Wiener Konzerthaus und im Linzer Brucknerhaus. Es folgten Produktionen mit der Wiener Kammeroper wie „Die Hochzeit des Figaro“ im Schlosstheater Schönbrunn mit Ildikó Raimondi und Wolfgang Bankl oder Opern-Galakonzerte mit Gabriele Lechner, Ilona Tokody und Georg Tichy.

 

In den folgenden Jahren hatte Peter Wolf mehrfach die Gelegenheit, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien zu dirigieren. Als Dirigent dieses Orchesters produzierte er im Johann-Strauß-Jahr 1999 eine Johann Strauß-CD, die als offizielles Gastgeschenk bei allen repräsentativen Veranstaltungen der Stadt Wien großen Anklang fand.

 

2001 sprang Peter Wolf auf der jährlichen Chinatournee des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien für den Dirigenten Michael Stern ein. Die Konzerte in Foshan, Zhongshan und Shunde waren ein großer Erfolg bei Publikum und Presse. Es folgten verschiedene Konzerte im In- und Ausland mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Mehrfach betrauten ihn die Chefdirigenten Pinchas Steinberg und Dennis Russell Davies mit der Aufgabe des Assistenten. Darüber hinaus arbeitete Peter Wolf mit Ulf Schirmer bei den Salzburger Festspielen, mit Mario Venzago beim Steirischen Herbst und mit Arturo Tamayo beim Festival Wien Modern.

 

Er dirigierte große Symphonieorchester wie das Orchester der Budapester Oper und das Orquesta Filarmónica Nacional de Caracas, aber auch das Wiener Ensemble für zeitgenössische Musik „die reihe“, u.a.

                                                            

Von 2005 bis 2018 war Peter Wolf als Dirigent und Künstlerischer Leiter des Jugendsinfonieorchesters Wien – wJso und des Jugendkammerorchesters der Musikschule Wien, der Camerata Con Brio, tätig und setzte damit in der

Bundeshauptstadt neue Maßstäbe in der Kinder- und Jugendausbildung. Bereits in den Jahren davor nahm die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen

als Dirigent des Jugendorchesters des „Jeunesse-Kindermusikcamp“ Graz-

Umgebung einen wichtigen Teil seiner musikalischen Tätigkeit ein.

 

Sein in Wien abgeschlossenes Tonsatzstudium bei Erich Urbanner bildet die Grundlage seiner Bearbeitungen berühmter symphonischer Werke für Kinder- und Jugendorchester, die trotz mancher Adaptionen immer dem Klangbild des Originals treu bleiben.

 

Der Jugend die Musik auf lebendige Art zu vermitteln, bedeutet Peter Wolf sehr viel. Seine im Unterricht mit dem Alban Berg Quartett gewonnenen Erfahrungen in der Kammermusik gibt er erfolgreich als musikalischer Berater und Mentor an junge Kammermusikensembles weiter.

 

Zahlreiche Rundfunk- und CD- Aufnahmen als Dirigent wie auch als Cellist und seine zum Teil auch publizierten Bearbeitungen für Violoncello und verschiedene Kammermusikformationen dokumentieren die Vielseitigkeit des Musikers Peter Wolf.